Die deutsche Orient-Politik und der Erste Weltkrieg.

Einleitung


Der Zweite Weltkrieg mit dem Holocaust der Deutschen an den Juden hat im Bewußtsein nicht nur Deutschlands den Ersten Weltkrieg fast vergessen gemacht. Über den wird erst wieder gesprochen, wenn ab 2014 viele Hundert-Jahr-Erinnerungen die weltweite Völkervernichtung der Neuzeit erneut ins Gedächtnis rufen werden und damit auch die Rolle der Deutschen.

Deren politische Sicht hatte sich damals weitgehend auf das Militärische reduziert. Im Vordergrund standen die umkämpfte Festung Verdun, das heute endlose Gräberfeld und der vollgeschüttete Schützengraben, aus dem noch immer die Gewehrspitzen mit den aufgepflanzten Bajonetten herausragen. Vielleicht kam noch Tannenberg hinzu, wo ein Hindenburg die Russen aus Ostpreußen vertrieben hat, und natürlich der angebliche Schandfrieden von Versailles, der das politische Schicksal des Kaiserreichs besiegelte. Aber der Erste Weltkrieg war ein globaler Krieg mit vielen Facetten - und mit schwersten Folgen für manche Völker, von denen sich einige bis heute nicht erholt haben.

Die Kriegs-Konstellation war klar. Auf der einen Seite die Entente - das Bündnis der von Deutschland völlig unterschätzten Republik Frankreich mit dem völlig überschätzten Zarenreich Rußland und der wirklichen Weltmacht England - und auf der anderen Seite die Mittelmächte, nach dem Abfall Italiens also Deutschland und sein Anhängsel Österreich-Ungarn. Die deutschen Kriegsziele waren auch klar. Der berühmte „Platz an der Sonne“, das hieß für die Schwerindustrie die Eroberung der Eisen- und Kohlezentren in Nordfrankreich und Belgien und für die Junker die der Weiten des Ostens als deutschen Siedlungsraum. Der Rest fiel mehr oder weniger unter Folklore - wie der Geisterfeldzug eines Lettow-Vorbeck in Afrika etwa.

Doch es gab noch eine andere Region, in der sich Tragödien abspielten, die anfangs kaum Beachtung fanden: Das zerfallende Osmanische Reich, das einst als koloniale Großmacht bis Wien vorgedrungen und inzwischen aus fast ganz Europa wieder verschwunden war. Im verbliebenen asiatischen Rest wollte Deutschland mitspielen und hatte sich die Schatzkammer Kilikien, in etwa die Provinz Adana, mit dem Mittelmeerhafen Alexandrette (Iskenderun) als Kolonieersatz ausgeguckt und das angrenzende Kulturhochland an Euphrat und Tigris dazu - Territorien, die mit dem wirtschaftlichen Großprojekt Bagdadbahn an Deutschland angebunden werden sollten.

Aber der gern und zur Recht zitierte deutsche „Drang nach Osten“ war kein Drang nach Südosten, wie einige Historiker in der Türkei neuerdings glauben machen wollen, auch um den Völkermord an den Armeniern und die Vertreibung und Dezimierung anderer Minderheiten darin einbetten zu können. Die deutsche Orientpolitik - und der Orient begann für die Deutschen in Ungarn - stand damals nicht im Zentrum der politischen deutschen Eliten. Die Balkanwirren hätten die Deutschen gern ihren österreich-ungarischen Partnern überlassen, den traditionellen Interessenten an der Region. Aber die hielten sich heraus, nachdem sie sich in Serbien eine blutige Nase geholt hatten, so daß Deutschland sich selbst um Lösungen bemühen mußte. „Auf dem Balkan ist, wie im Europa der Grossmächte, eine Macht zu viel. Deshalb das Gedränge und Gestosse“, rechtfertigte Außenamtschef Jagow das Durcheinander an der Donau - womit Frankreich und Serbien gemeint waren. [Dok.1915-05-23-DE-006]

Der fernen Türkei gedachten die Deutschen mit einer Militärmission ein wenig preußische Tugenden einzuimpfen, was anfangs nicht recht gelang, mit der Entsendung des Kavallerie-Generals Otto Liman von Sanders als Leiter der Militärmission jedoch konkretere Formen annahm, weil zur Beratung gemeinsame Organisationsstrukturen kamen.

Und dann war da noch der Orient-Zauber von Tausend-und-einer Nacht, vom deutschen Kaiser bei seiner Jerusalem-Reise um die Jahrhundertwende entdeckt, der dabei die angeblich 300 Millionen Muslime, die ebenso angeblich dem türkischen Sultan in tiefer Treue verbunden waren, mit großen Gesten zu Freunden machen wollte. In die deutsche Politik kam ein Zug orientalischer Märchenwelt, in Deutschland verbreitet durch Volksschriftsteller wie Karl May, der vom Orient absolut nichts, und einem Freiherrn Max von Oppenheim, der von Archäologie etliches, von Politik aber ebenfalls nichts verstand und mit seinen Ansichten und Empfehlungen stets daneben lag - aber der Kaisers Ohr gewonnen hatte.

Eine wichtige Gruppe der regierenden Jungtürken strebte ein Bündnis mit Deutschland an, obwohl die verantwortlichen deutschen Politiker und Diplomaten wenig davon hielten, sich mit einer Türkei zu verbünden, die noch als Entwicklungsland galt. Deutschlands Botschafter in Konstantinopel, Hans von Wangenheim, warnte davor, die Spitzen des Außenministeriums, inklusive ihr formeller Chef, der Kanzler, wollten es auch nicht. Aber die Türkei insistierte und auch „unsere militärischen Kreise haben auf engeren Anschluß an die Türkei gedrängt“, wie AA-Staatssekretär Gottlieb von Jagow hinterher zugab, [Dok. 1915-04-13-DE-001] bis Wilhelm II. (Die Türkei „bietet sich ja direkt an!!!“) schließlich seinem Botschafter in der osmanischen Hauptstadt Konstantinopel befahl, in ernsthafte Verhandlungen mit der türkischen Regierung einzutreten. [Dok. 1914-07-23-DE-002]

Was waren die Gründe für die Jungtürkenfraktion um Talaat und Enver, sich Deutschland als Schutzmacht auszusuchen? Sie hielten das Kaiserreich für den voraussichtlichen Sieger im Weltkrieg, das war sozusagen die offizielle Begründung. Aber Deutschland war fern, England mit seiner Flottenübermacht war näher, Rußland geographisch sowieso, Frankreich hatte die jungtürkische Elite geprägt, oft sprach sie Französisch. Vielleicht gab es ganz andere Überlegungen, weshalb Deutschland der ideale Partner war für ihre heimlichen Ziele.

Schon vor Kriegsbeginn hatte die Türken angefangen, die Griechen aus Kleinasien - wo sie sich mehr als ein Jahrtausend vor den Türken angesiedelt hatten -, zumindest aus ihren küstennahen Siedlungsgebieten zu vertreiben. Der Großwesir bestätigte Wangenheim den Vorgang, verharmloste ihn aber, indem er davon sprach, daß „das kleinasiatische Litoral seine griechische Bevölkerung im wesentlichen verloren habe. [Dok. 1915-03-05-DE-001]

Die Verfolgung der Griechen war mehr als eine Antwort auf die Vertreibung der Muslime aus Europa nach den beiden Balkankriegen. In der Türkei, das hatte der spätere Dirigent des Völkermords an den Armeniern, Talaat, schon auf dem Jungtürken- Kongreß 1910 klar gemacht, sei kein Platz für Muslime und Christen. Zwar garantiere die Verfassung ihre Gleichstellung, doch sei dies in Wahrheit eine Unmöglichkeit. Gegen sie spräche „die Scharia und die Geschichte sowie die Gefühlslage Hunderttausender von Muslimen“. [Dok. 1910-10-14-DE-001]

Sehr ausführlich berichtete der dänische Konsul Alfred van der Zee seinem Chef in Konstantinopel über diese Vertreibungen: „Die Einzelheiten dessen, was dort stattfand, sind grauenhaft. Frauen wurden entehrt, Mädchen vergewaltigt, einige starben an den erlittenen Mißhandlungen, Kinder wurden an der Brust ihrer Mutter erschossen oder zusammen mit ihnen niedergemacht.“ Die griechischen Bauern, so van der Zee, wurden vertrieben oder getötet. Wenn sie sich bei den Behörden beschwerten, bekamen sie als Antwort: „Die Ausländer sollen verschwinden“ [Dok. 1914.06-19-DK-002] . Die Ur-Bewohner wurden von der türkischen Regierung mithin zu Ausländern erklärt und ganz offiziell vertrieben oder umgebracht.

Über das Schicksal der kleinasiatischen Griechen waren auch die Deutschen informiert. Griechenland aber - und damit die Griechen - war für Deutschland nicht irgendeine Region der Welt, sondern die oft beschworene Wiege der europäischen Kultur. Und die griechische Königin Sophie war eine Deutsche, sogar die Schwester des deutschen Kaisers höchstpersönlich.

Die Deutschen hätten also gewarnt sein können. Nicht nur weil sie selbst Ausländer waren und dies in der Folgezeit zu spüren bekamen, sondern auch davor, was die Jungtürken mit den nicht-türkischen Minderheiten vorhatten und was Talaat später dem deutschen Armenien-Spezialisten Mordtmann gegenüber dahin formulierte, die türkische Regierung habe die Absicht, den Weltkrieg dazu zu benutzen, „um mit ihren inneren Feinden - den einheimischen Christen aller Konfessionen - gründlich aufzuräumen, ohne durch diplomatische Interventionen des Auslandes gestört zu werden“. [Dok. 1915-06-06-DE-012]

Doch der moralische Aspekt ist die Sicht von heute. Im Kaiserreich gehörten Menschen- und Minderheitenrechte noch nicht zum Wertekanon der Deutschen. Die hielten diese Rechte vielmehr für häßliche Ausgeburten der amerikanischen Unabhängigkeitsbewegung und der Französischen Revolution, denen sie ihre „Kulturwerte“ entgegenstellten, Musik vor allem, aber auch romantischen Wirrwarr wie etwa Gutmütigkeit und Gemütlichkeit.

Die Leidtragenden der deutschen Orientpolitik waren jedenfalls die Minderheiten auf dem Balkan und im Osmanischen Reich - Griechen und vor allem Armenier, die von Deutschland keinerlei Hilfe zu erwarten hatten und in der Folgezeit vertrieben und umgebracht wurden. Nutznießer waren die Jungtürken, die ihre sozialdarwinistische Vernichtungspolitik unter den Augen - und teilweise sogar mit Hilfe - der Deutschen betreiben konnten.

So spielten denn auch in den Bündnisverhandlungen nicht universelle Werte eine Rolle, sondern ausschließlich Fragen von Macht und Herrschaft. Das war bei den jungtürkischen Partnern nicht anders. Um die Deutschen zu ködern, bot der eigentlich mit England sympathisierende Großwesir ihnen schließlich das Kommando über ein Viertel der türkischen Armee an [Dok. 1914-07-28-DE-001]. Doch das genügte Kanzler Bethmann Hollweg noch nicht und er schlug vor, in den Vertrag den Passus aufzunehmen: „Für die Dauer des Krieges übernimmt die deutsche Militärmission das Oberkommando über die türkische Armee“- der ganzen Armee mithin. Für den Fall, daß den Türken das zu weit ging, schränkte er in einer Randnotiz ein: „Vielleicht genügt eine Formel, die die tatsächliche Ausübung des Oberkommandos durch die Militärmission sicherstellt.“ [Dok. 1914-07-28-DE-003] Der Großwesir übernahm praktisch die Formulierung und schlug den Passus vor: „Die Türkei stellt die tatsächliche Ausübung des Oberkommandos durch die Militärmission sicher.“ [Dok. 1914-07-31-DE-006]

Doch dann trickste Kriegsminister Enver Deutschlands Botschafter Wangenheim nach allen - sehr osmanischen - Regeln der Kunst aus, bis von der avisierten deutschen Vorherrschaft kaum noch etwas blieb. Statt der „tatsächlichen Ausübung des Oberkommandos“ stand im endgültigen Vertrag der Militärmission nur noch „ein effektiver Einfluß auf das allgemeine Verhalten der türkischen Armee“ zu, so wie es angeblich zwischen Enver und Liman verabredet worden sei („assure à la dite mission militaire une influence effective sur la conduite générale de l’armée, conformément à ce qui a été convenu directement entre Son Excellence le Ministre de la guerre et Son Excellence le Chef de la mission militaire“).

„Türken wünschten diesen Wortlaut mit Rücksicht auf Umstand, daß Seine Majestät Sultan Oberbefehlshaber türkischer Armee ist“ begründete Wangenheim seinen Umfaller kleinlaut und fügte zur Selbstberuhigung an: „General Liman hat mir indessen vorher amtlich mitgeteilt, daß er mit Kriegsminister Enver ein detailliertes Abkommen bewerkstelligt habe, welches die tatsächliche Oberleitung durch die Militärmission gewährleistet.“ [Dok. 1914-08-02-DE-003] Das Wort „amtlich“ muß dem Botschafter wie eine eidesstattliche Versicherung im Ohr geklungen haben, denn er gab sich damit zufrieden und auch seine Oberen in Berlin standen bei der Zauberformel stramm. Was immer Liman mit Enver besprochen hat, für den türkischen Kriegsminister war auch die abgeschwächte Formulierung eine leere Formel, auf die sich Liman später zwar noch einige Male berief, die Enver aber mit dem Satz abtat, „er habe die die Türkei herabsetzende Bestimmung widerstrebend und lediglich im Interesse einer schnellen Verständigung angenommen“, wie Wangenheim berichtete. [Dok 1915-02-10-DE-001]

Die rein machtpolitische, von keinerlei moralischen Skrupeln geprägte Denkweise der deutschen Diplomaten in Konstantinopel - und auch die der Politiker in Berlin - erschließt sich aus einem Telegramm Wangenheims, der Ende August 1914 über Widerstände innerhalb des jungtürkischen Komitees gegen Enver & Co und deren rein militärische Ausrichtung berichtete. „Es sind hier Anzeichen einer Widersetzung Militärherrschaft zu bemerken“, kabelte der Botschafter seinen Vorgesetzen, „Gegen eine Diktatur Envers würde von unserem Standpunkt nichts einzuwenden sein - denn sie bedeutet wohl den Krieg.“ [Dok. 1914-08-30-DE-002]

Um den Kriegseintritt der Türkei zu erzwingen, hatten die Deutschen ihrerseits die türkischen Partner über den Tisch gezogen. Denn die Deutschen nutzten ihre beiden modernsten Kampfschiffe „Göben“ und „Breslau“, die sie geschickt - und mit griechischer Hilfe - ins sichere Marmarameer gebracht hatten, um die Türkei in den Krieg zu treiben, „unser dringenstes Interesse“, so Kanzler Bethmann Hollweg. [Dok. 1914-08-28-DE-001]. Sie griffen nun, unter osmanischer Flagge, russische Häfen an, was die Kriegserklärung des Zarenreichs an die Türkei zur Folge hatte und damit auch die der Briten und Franzosen.

„Ich habe auf einen klaren schriftlichen Befehl Envers bestanden“, schrieb der Unterstaatssekretär Friedrich Zimmermann, „damit uns später nicht vorgeworfen werden kann, wir hätten die Türkei hinterlistigerweise in einen von ihr nicht gewollten Krieg hineingezogen.“ [Dok. 1914-10-25-DE-001] Doch genau das taten die Deutschen, wie in den Dokumenten nachzulesen ist. Enver schrieb geheime Befehle in geheime Brief, die auf einen geheimen Anruf zu öffnen seien, aber die deutsche Admiralität vor Ort entschied ohne jedwede Konsultation, wann ihre Schiffe wo und wen angriffen und damit den Krieg provozierten.

Für den Großwesir war die eigenmächtige Eröffnung des Krieges durch die Deutschen ein Schock und er versuchte, sich durch seinen Rücktritt aus der Affäre zu ziehen. „Großwesir warf seinen Kollegen und auch österreichischem Botschafter und mir vor“, kabelte Wangenheim nach Berlin, „ohne sein Wissen die Aktion gegen Rußland begonnen zu haben. Er erklärte, in keinem Fall die Verantwortung für das Geschehen übernehmen zu können und deshalb demissionieren zu müssen.“ [Dok. 1914-11-04-DE-004] Doch die Deutschen beriefen sich kühl auf die Unterschrift des Regierungschefs unter den Bündnisvertrag und seine damit verbundene Haftung.

Im Zusammenhang mit dem Bündnisvertrag hatte der Großwesir noch Zusicherungen verlangt, um, so seine Argumentation, den Vertrag im Parlament und der Öffentlichkeit rechtfertigen zu können. Ein von Wangenheim brieflich bestätigter Passus sollte lauten: „Deutschland verschafft der Türkei eine kleine Grenzberichtigung an der Ostgrenze, die sie in direkten Kontakt mit den Muselmanen in Rußland bringt.“ Diese Forderung sei nur „für die Galerie“ berechnet, schrieb der Botschafter nach Berlin und nahm sie in einem Brief an die türkische Regierung auf. [Dok. 1914-08-06-DE-003] Viele Jahre später beriefen sich die Türken ausdrücklich auf diese Passage, um die Grenze zu Armenien zu ändern.

Offenbar stimmte eine Fraktion der Deutschen sogar zu, daß die Jungtürken die „armenische Frage“ durch Eroberungen aus der Welt schafften, hauptsächlich mit geplanten Aufständen der Muslime im Kaukasus. Anders können Bemerkungen Wangenheims kaum interpretiert werden. Am 8. September 1914 kabelte er: „Aussichtsvoller und den Türken einleuchtender erscheint Vorgehen gegen Kaukasus. Eine türkische Armee könnte unter dem Schutz der Flotte wahrscheinlich verhältnismäßig leicht bei Batum gelandet werden.“ [Dok. 1914-09-08-DE-001] Zwei Wochen drauf schrieb er: „Jedenfalls ist es besser, dass die Türkei erst dann losschlägt, wenn die ihr zugedachten Aufgaben, Kaukasus-Egypten, genügend vorbereitet sind.“ [Dok. 1914-09-24-DE-003] Am 6. Oktober schließlich: „Türkische Kriegserklärung könnte Einmarsch der Russen in Armenien zur Folge haben, noch bevor türkischer Einfall nach dem Kaukasus vorbereitet ist. [Dok. 1914-10-06-DE-001] Und am 24. Oktober berichtet er, daß „soeben ein Telegramm des Türkischen Botschafters in Rom eingetroffen“ sei, wonach „ein nachhaltiges türkisches Auftreten im Kaukasus durch die vorgeschrittene Jahreszeit erschwert werde“. Ferner sprach der deutsche Botschafter davon, daß ein Angriff auf Rußland nur dann Wirkung zeigen werde, „wenn gleichzeitig gegen Egypten und Kaukasus marschiert werde“. [Dok. 1914-10-24-DE-002] Für den deutschen Generalstab stand allerdings ein Landangriff im Osten von türkischem Gebiet aus noch nicht auf der Tagesordnung.

Der voll auf türkischer Seite stehende deutsche Orient-Propagandist Ernst Jäckh (genannt „Türken-Jäckh“) sprach aber bereits am 2. Januar 1915 davon, bestimmte Konzessionen nur dann von den Türken erreichen zu können, wenn „sie ihre türkischen Grenzen weit ins russische Kaukasusgebiet hinein vorrücken könnte.“ [Dok. 1915-01-02-DE-004] Die türkischen Grenzen weit in den Osten zu verschieben und in ein neues Osmanisches Reich die Turkvölker einzubeziehen, war das Ziel der Turanisten, zu denen mehr und mehr auch Enver neigte. Noch heute wird von Zeit zu Zeit, beispielsweise nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion, dieser Großmachtstraum wieder hervorgeholt. Und vor ihm liegt, wie ein Sperriegel, die christliche Republik Armenien - was manchen Kommentar türkischer Nationalisten gut erklärt.

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Im Mittelpunkt der neuen Edition stehen die politischen und militärischen Überlegungen und Entscheidungen der deutschen Orientpolitik. Zwar verbrannten Ende des Zweiten Weltkriegs viele militärische Akten bei einem der letzten Bombengriffe auf Potsdam, aber es gibt bei den erhaltenen Akten des deutschen Auswärtigen Amts eine Fülle von Militärberichten, die es ermöglichen, das Kriegsgeschehen ziemlich lückenlos nachzuzeichnen. Die größte Überraschung ist, daß nicht in einem einzigen Bericht der deutschen Militärexperten vor dem Beginn des Völkermords an den Armeniern von irgendeiner armenischen Gefahr die Rede ist, weder durch sogenannte Revolutionäre noch durch reguläre Truppen. Genau mit dieser militärischen Gefahr aber begründeten die Türken damals - und tun es bis heute -, daß sie gezwungen worden wären, die Armenier auszusiedeln (einem Euphemismus für ihre physische Vernichtung), um die eigenen Truppen vor hinterhältigen Angriffen zu schützen.

Diese türkisch-interne Sprachregelung haben die Deutschen nach Beginn des Völkermords wider besseres Wissen übernommen. Bei der engen Verzahnung der militärischen Organisation beider Staaten in der Türkei war es schlicht unmöglich, daß deutsche Offiziere und Soldaten von einer solchen Verschwörung nichts mitbekamen, wenn es sie denn gegeben hätte. Tatsächlich ist gut nachzuzeichnen, daß alle Hinweise auf eine angebliche armenische Gefahr ausschließlich auf türkische Behauptungen zurückgehen.

Mehr noch: In einem Report meldet ein deutscher Vertrauensmann, er habe „neues Angebot von armenischen Banden zur Zerstörung Baikal- oder Samarabrücke. Fordern dreitausend Pfund sogleich, 12000 Pfund nach Ausführung. Garantie: Mitnahme von 2 Vertrauensleuten.“ Interessant ist, was der Agent über die Auftraggeber dieser Sprengung berichtete: Die „Banden“ seien „vom jungtürkischen Komité empfohlen“ worden. [Dok. 1915-01-03-DE-003] Es ist nicht die einzige deutsche Quelle, die belegt, daß Armenier anfangs in jungtürkischem Auftrag gegen Russen kämpften und nicht etwa mit ihnen fraternisierten. Das sollte sich erst nach den Völkermordaktionen ändern.

Erst eine weitere Edition wird nachweisen, daß türkische subversive Aktionen - von den Deutschen befürwortet und aktiv unterstützt - einen regelrechten Untergrund-Krieg gegen Rußland darstellten. Es ist dieses Vorgehen, in den nunmehr veröffentlichten Dokumenten schon an mehreren Stellen angedeutet, das genau den Verdächtigungen der Jungtürken gegenüber den Armeniern entspricht - nach dem Prinzip, eigene subversive Tätigkeiten denjenigen zu unterstellen, die vernichtet werden sollen, und daraus einen Vorwand für die Vorgehensweise zu konstruieren..

Die türkische Historiographie bemüht sich derzeit darum, den damaligen Zuzug der türkischen Flüchtlinge aus dem Kaukasus und den Balkanländern als eine der Ursachen herauszustellen, die wenige Wochen vor dem Beginn des Völkermords im Frühjahr 1915 dazu geführt hätten, zuerst Armenier aus der Stadt Zeitun nahe Marasch zu evakuieren, um dort muslimische Flüchtlinge unterzubringen, was nebenbei gesagt völlig mißlang. Der deutsche Konsul Walter Rößler des für die Region zuständigen Konsulats Aleppo aber hatte schon im Juni 1914 von Plänen erfahren, die Muhadschirs genannten muslimischen Entwurzelten in dieser armenischen Region anzusiedeln. [Dok. 1914-06-25-DE-003] Auch geht aus deutschen Berichten hervor, daß die Flüchtlinge aus dem Balkan sich strikt weigerten, in eine Wüstenstadt wie Rakka zu ziehen, in die später die Armeniern deportiert wurden, ohne jede Chance, den Ort abzulehnen oder gar zurückzukehren. Die Armenier mußten weiterziehen, um dann in der Wüste zu verschwinden.

Die deutsche Orientpolitik war dominiert von militärischen Zielen, die in den Akten detailreich beschrieben werden, sich in der Regel aber schnell als illusorisch entpuppten. „Es ist erwünscht, daß Türkei bald losschlägt, allerspätestens nach beschleunigter Fertigstellung der Dardanellen-Verteidigung“, hatte Generalstabschef von Moltke schon Anfang September 1914 an Wangenheim gedrahtet. „Operationen nach Ermessen. Diejenigen über Schwarze Meer gegen Odessa und auf Egypten besonders erfolgversprechend.“ [Dok. 1914-09-04-DE-002]

Eine Armee auf dem russischen Nordufer des Schwarzen Meeres nach Odessa zu dirigieren, hätte die Einwilligung, wenn nicht sogar die Teilnahme Rumäniens und Bulgariens vorausgesetzt. Es sollte aber mehr als ein Jahr dauern, bis Bulgarien sich auf die Seite Deutschlands schlug und Rumänien mußte noch viel später erst besiegt werden, um den Landweg zum Schwarzen Meer freizumachen. Aus dem Plan eines Landangriffs auf Odessa und die Krim wurde nie etwas. Aus dem einer Landung einer Armada an der russischen Küste ebenfalls nicht, weil dazu die maritimen Möglichkeiten von Türken und Deutschen zusammen nicht ausreichten.

Eine Armee auf der sicheren türkischen Seite gegen Rußland zu führen, war zu Lande wegen des schlechten Wegenetzes nicht durchführbar. Den Bau einer Eisenbahn an die russische Grenze hatte das Zarenreich stets zu verhindern gewußt. Einzig Seetransporte waren möglich, doch die setzte die Beherrschung des Schwarzen Meers voraus, was zwar mit dem deutschen Großkampfschiff „Göben“ und seinem Schwesterschiff „Breslau“ teilweise gelang. Aber für den gesicherten Transport einer schlagkräftigen Armee reichten diese beiden deutschen Großschiffe und die kleinen türkischen ebenfalls nicht aus.

So kam es, daß Kriegsherr Enver eigenmächtig einen Angriff auf die russisch-armenische Grenze unternahm und in Sarikamisch dramatisch scheiterte. Diese verlorene Schlacht im Januar 1915 wird in der türkischen Geschichtsschreibung ebenfalls teilweise mit angeblichen armenischen Verrätereien erklärt. Die Wahrheit war, wie auch interne deutsche Reports belegen, eine ganz andere: „Von der türk. Kaukasusarmee - 3 kriegsstarke Korps - wären nach Aussage deutscher Generalstabsoffiziere nur noch ca. 10000 Mann übrig“, meldete der See-Kapitän von Kühlwetter der Berliner Admiralität, „Enver trage hieran allein die Schuld. Es sei ihm nicht schnell genug gegangen, und da habe er zum Vormarsch getrieben, ehe die Ausrüstung der Truppen mit Winterkleidung und die Anlage von Etappenstraßen beendet gewesen sei. Durch die Russen sei nur ein kleiner Teil gefallen, die Mehrzahl sei erfroren, verhungert und an Krankheiten (täglich bis zu 500) gestorben.“ [Dok. 1915-03-10-DE-005]

Die Niederlage von Sarikamisch war kaum eine deutsche Schlappe, obgleich zwei der drei beteiligten Armeekorps von deutschen Generalstäblern begleitet wurden, sondern eine Verzweiflungstat Envers, der beispielsweise Liman von Sanders nicht zugestimmt hatte. Sie gefährdete aber auch die Verteidigung der Dardanellen, die nunmehr durch englische und französische Seestreitkräfte angegriffen wurden. Die Lage an den Meerengen entwickelte sich dramatisch. Die Entente stand kurz vor einem Sieg, denn den türkischen und deutschen Verteidigern blieben nur noch wenige Granaten, als die Alliierten Mitte März 1915 zum entscheidenden Durchbruch ansetzten. Die türkische Regierung hatte die Flucht aus Konstantinopel bereits vorbereitet, die Stimmung war auf dem Nullpunkt - und die Geschichte wäre nach einer Erzwingung der Dardanellendurchfahrt mit Sicherheit anders verlaufen, der Völkermord an den Armeniern hätte wohl nicht stattgefunden.

Möglicherweise war es sogar nur ein Telegramm des amerikanischen Botschafters Henry Morgenthau, das die Engländer von weiteren Angriffen abhielt, was erst durch die Veröffentlichung der entsprechenden amerikanischen und britischen Dokumente zu klären sein wird. „Amerikanischer Botschafter ist gestern von einer Reise nach den Dardanellen zurückgekehrt“, kabelte Wangenheim am 19. März 1915 nach Berlin. „Offizieller Zweck des Ausflugs war, Eindrücke zu sammeln, um die in Amerika lebenden Angehörigen hiesiger Amerikaner eventuell beruhigen zu können. Vertraulich sagte er mir, er habe Material sammeln wollen, um den englischen amtlichen Nachrichten über Erfolge gegen die Dardanellen auf Grund eigener Beobachtungen entgegentreten zu können. Nach Rückkehr hat er seiner Regierung telegraphiert, dass abgesehen von den wertlosen äusseren Forts die gesamte Verteidigung in geradezu musterhaftem Zustande sich befinde, dass sämtliche kleineren Beschädigungen bereits repariert seien und dass die Verteidigung, belehrt durch die Erfahrungen des bisherigen Bombardements in der Aufstellung der noch genügend mit Munition versehenen Geschütze Veränderungen vorgenommen hätte, die einen neuen Durchbruchsversuch mit den bisher angewendeten Mitteln als fast aussichtslos erscheinen liessen. Nur wenn die Verbündeten den Verlust einer grösseren Anzahl von Schiffen riskieren wollten und ausserdem eine grosse Armee landeten, sei Konstantinopel in Gefahr. In dem angeblich völlig zerstörten Tschanak habe er nur ein demoliertes Haus konstatieren können. Die Stimmung der Truppen sei nicht nur optimistisch, sondern geradezu begeistert. Ueberall mache sich die deutsche Leitung fühlbar. Herr Morgenthau hat beim gestrigen Empfang auf amerikanischer Botschaft seine Eindrücke etwa 150 Personen mitgeteilt und damit eine sensationelle Wirkung erzielt. Mein Kollege ist von Herrn von Usedom [dem deutschen Admiral, dem die Dardanellenverteidigung unterstand] scheinbar sehr geschickt geführt worden.“ [Dok. 1915-03-19-DE-002] Wenn sich diese Vermutung als zutreffend erweist, hätten die Deutschen mit einer „geschickten Führung“ Morgenthaus Konstantinopel gerettet. Den verheerenden Munitionsmangel jedenfalls entdeckte Morgenthau nicht.

Fast ein Jahr lang lag der militärisch Knackpunkt der deutschen Orientpolitik ohnehin gar nicht in der Türkei, sondern bereits wenige Kilometer außerhalb der deutschen Grenzen - im sogenannten Negotiner Kreis, wo die Serben, von Österreich nicht zu besiegen, den Donau-Weg blockierten. Weiter südöstlich waren es dann die Rumänen, die die Eisenbahnstrecke ins türkische Reich kontrollierten und Munitionstransporte stoppten. Mit allen erdenklichen Kniffen - Drohungen, Bestechungen, Falschdeklarierungen und anderen Tricks mehr -, schleusten die Deutschen minimale Munitions-Mengen durch und überlegten sogar Luftschiffe einzusetzen sowie Ballons, die nur ein einziges Großgeschoß zu transportieren fähig waren. In der Türkei gab es nur eine Fabrik, die schwere Munition in höchst mangelhafter Qualität herstellen konnte. So schlachteten die Deutschen sogar die „Breslau“ aus, um Geschütze und Granaten an die Meerengen zu schaffen. Serben und Rumänen zeigten lange Zeit den Zentralmächten Deutschland und Österreich-Ungarn unerwartete Grenzen auf- alles sehr detailliert nachzulesen in den Dokumenten.

Die Unfähigkeit der deutschen militärischen Führung, im ersten Jahr nach Kriegsbeginn den Transportweg nach Konstantinopel freizukämpfen, führte auch dazu, daß das wichtigste militärische Anfangsziel der Deutschen in der Türkei völlig verfehlt wurde: Die Eroberung oder zumindest Blockierung des Suezkanals, um damit England von einem schnellen Transport seiner Überseetruppen, vor allem denen aus Indien, abzuschneiden. „Ist der Krieg gegen Rußland einmal ausgebrochen, worauf zunächst alles ankommt“, hatte Kanzler Bethmann Hollweg an Wangenheim geschrieben, „so wird für unsere Interessen jede Unternehmung gegen den Suezkanal von nicht zu ermessender Bedeutung. [Dok. 1914-09-07-DE-001] Und wenige Tage drauf: „Expedition gegen Egypten bleibt für Endziel des Krieges Hauptsache“ [Dok. 1914-09-14-DE-001].

In den Dokumenten werden die Vorbereitungen der Suez-Expedition genau geschildert und ebenfalls die deutschen Befürchtungen eines Fehlschlags, weil die Bündnispartner nicht in der Lage waren, die notwendige Infrastruktur so auszubauen, daß eine reale Erfolgschance bestand. Der erste Angriff gegen Ägypten scheiterte dann auch kläglich und zeigte, wie schwer sich die Deutschen taten, wenn es um die Kriegsführung in entfernten Gebieten und einem nicht vertrautem Gelände ging. Der türkische Befehlshaber in Palästina, Djemal Pascha, erwies sich als Schaumschläger, seine Hilfstruppe aus auch vom Orientalisten Oppenheim hochgelobten Beduinen als völlig belanglos. Nicht viel besser erging es Türken und Deutschen am Persischen Golf und im Schatt-el-Arab, wo die Engländer ihre Truppen mühelos absetzen und die Küsten erobern konnten - auch dies detailliert in den Akten nachlesbar.

Die politische Dominanz der deutschen Diplomaten, allen voran die von Botschafter Hans von Wangenheim in Konstantinopel, hielt sich sehr in Grenzen, wie die Dokumente beweisen. Der Freiherr hing völlig von der deutschfreundlichen Fraktion im jungtürkischen Komitee ab - von Enver vor allem, ferner Halil und Talaat, sehr eingeschränkt auch vom Großwesir Said Halim. Über die politischen Absichten des Komitees waren die deutschen Diplomaten nur schlecht informiert. Traten diese offen zutage, war die deutsche Reaktion oft hilflos - so bei der Abschaffung der Kapitulationen, die Wangenheim intern heftig beklagte, sie aber kommentarlos akzeptierte, oder bei der Übereignung der Schiffe „Göben“ und „Breslau“ an die Türkei, die er ebenfalls intern kritisiert und extern akzeptierte. Die deutschen Admirale in der Türkei freilich scherte das wenig. Sie führten ihren Krieg mit Rußland wie sie wollten.

Wangenheim war, wie praktisch alle deutschen Diplomaten, eine Schachfigur im Spiel der Militärs. Und die erlaubten sich in der Türkei noch den Luxus interner Auseinandersetzungen, die manchmal tragikomische Züge entwickelte, etwa wenn sich deutsche Generale gegenseitig absetzten, wie die Dokumente belegen.

Immerhin hatte Liman bei der Verteidigung der Dardanellen militärisch unbestrittene Führungsqualitäten bewiesen, wie türkische Offiziere und ihre Mannschaften unbestrittene Kämpferqualitäten. Später sollte Liman der einzige deutsche Offizier sein, der in Smyrna tatsächlich Tausende von Armeniern rettete, allerdings nicht aus Menschenliebe sondern aus militärischen Überlegungen.

Einer der wenigen deutschen Offiziere, der anders dachte, war Limans Generalstabschef Franz Carl Endres, der sich später als pazifistischer Schriftsteller einen Namen machen sollte. Er kritisierte intern nicht nur die Unfähigkeit Djemals, einen Angriff auf den Suezkanal vorzubereiten, sondern auch die Gier und Korruption der neuen jungtürkischen Generation: „Die moderne türkische Gesellschaft, an ihrer Spitze die Regierung, ist das dekandenteste und gewissenloseste Instrument, das man sich denken kann. Sie fühlt sich wohl in Scheinreformen, die jedem Zeit lassen, seinen Geldbeutel zu füllen und den großen Mann zu spielen.“ Die Partei „Union et Progrès“ habe „den bezeichnenden Spitznamen ‚Union et profit’, verübt die wildeste Ausbeutung des Landes und läßt keinen, der ihr nicht angehört emporkommen, während sie die unfähigsten Köpfe in hohe Stellungen bringt.“ [Dok. 1915-03-28-DE-004] Tatsächlich sollte die Übereignung des armenischen Reichtums an ihre eigenen Leute für das jungtürkische Komitee eine wichtige Triebfeder für den Völkermord werden. Nach seiner Türkeikritik wurde Endres prompt entmachtet.

Die Originale des hier veröffentlichten Materials stehen jedem Experten zur Verfügung. Aber wer hat die Zeit und das Geld Hunderte von Aktenbänden in Berlin zu studieren? Die vorliegende Dokumentation soll in erster Linie den interessierten Forschern dienen, die weder über die Zeit noch die Mittel verfügen, aufwendige Vorort-Recherchen durchzuführen. Die mit der zunehmenden Verfügbarkeit von Dokumenten im Internet verbundene neue Sicht politischer Vorgänge ist auch eine Form der Demokratisierung - und damit ein wichtiger und gewollter Aspekt unserer Arbeit, um der Verengung durch fragwürdige Lehrmeinungen oder gar staatlich diktierte Interpretationen entgegenwirken.


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